Holländischer Heimatabend

Nach dem großen Erfolg des ersten Holländischen Heimatabends hat der Heimatverein zusammen mit Familie Bos einen 2. Abend geplant.

Diesmal geht es um den Käse, für den Holland ja berühmt ist. Ganz speziell um Nordholländischen Käse. Noch besser, als der eh schon gute Käse, sagen die Bos und Onkel Ron. Salzhaltige Luft und wasserreiche Natur machen die Weiden gehaltvoller und den Käse noch geschmackvoller.

Zur Eröffnung des Abends zeigt Patrik Bos eine selbst zusammengestellte Bildershow rund um den Käse und dann noch einen kleinen Film„Niederlande Spezialitäten – Käse“.

Für die Verkostung hat Carina Bos 4 Sorten nordholländischen Käse vorbereitet. Von ganz jung und mild bis 1 Jahr alt und würzig. Der junge Käse wird zusammen mit einem guten Tropfen Rotwein genossen, und zu dem alten gab es Portwein! Dazu standen auch noch einige andere ausgesuchte Knabbereien aus Holland auf den Tischen.

Draußen hat Onkel Ron zum ersten Mal seinen mobile Grillwagen aufgebaut und bereitet frische Sate mit Erdnusssoße zu. Das Rezept hat er noch von dem legendären Holländerstand, der lange Zeit auf dem Borgholzhausener Weihnachtsmarkt vertreten war (immer dicht umlagert!).

Das hat geschmeckt!

Ein rundum gelungener Abend mit über 60 Gästen – das Heimathaus war mal wieder einmal bis auf den letzten Platz besetzt.

Plattdeutscher Heimatabend

Damit hatten wir nicht gerechnet! Voll besetztes Haus beim plattdeutschen Heimatabend! Wunderbar!

Bis auf wenige (der Autor eingeschlossen) waren alle der Plattdeutschen Sprache mächtig und so wurden sogar die Gespräche am Tisch in platt küert. Dazu gab es Dönekens und Geschichten auf Platt, vorgelesen und von Margret auch frei erzählt. Das ganze wurde dann abegrundet von 2 alten Volksliedern auf platt gesungen! Platt erzählen ist das Eine, aber platt singen  ....  hat letztendlich auch gut geklappt. Selbst die Sänger waren überrascht.

         

 
 
 

Bratapfelzeit im Heimathaus

Auch dieses Jahr wieder lecker Bratäpfel beim Heimatabend!

90 Bratäpfel hatte Gertrud nach neuem Rezept für den Abend vorbereitet. Eine Füllung mit Preiselbeeren und dann einen guten Schuß warmer Vanillesoße über den Apfel  -  ein Genuß.

Diesmal war Torsten Hantke als Obstbauer nicht vertreten. So gab es einen kleinen Infofilm über den Anbau und die Weiterverarbeitung von Äpfeln.

Danach stellte Klaus Meyer das Konzept des Dorfteiches vor. Rolf Szymanski zeigte Bilder und Filme von den Arbeiten am neuen Teich mit den Kommentaren von Klaus.

 

 

 

Holländischer Abend im Heimathaus

Im Rahmen unserer Heimatabende stand am 26. November das Thema "Holland" und "Pannekoken" auf unserem Programm. Der erste Heimatabend in diesem Herbst waren Bilder und Filme von Rolf Szymanski, und heute wollten wir das Verhältnis zu unseren Nachbarn beleuchten und vertiefen.

Mit großem Erfolg! So voll war unser Heimathaus an einem Heimatabend noch nie! Über 70 Gäste im Laufe des Abends!

Im Mittelpunkt standen Carina und Patrick Bos, gebürtige Niederländer. Heute wohnhaft in Niederoesterweg und arbeitend in und um Oesterweg. Sie hatten die Idee gehabt. Über 200 Pfannkuchen waren vorbereitet und wurden an dem Abend angeboten. Dünne Pfannkuchen, die wir mit Marmelade, Sirup oder Zucker genossen. Mit einem Bildervortrag versuchte uns Patrick den Unterschied zwischen Holland, den Niederlanden und den Niederländischen Kolonien, Inseln und Währungen beizubringen. Ich bin ganz ehrlich, alles habe ich nicht verstanden. Aber soviel ist klar, Holland ist nur ein Teil der Niederlande, eine Provinz sozusagen. Sei's drum, der Pfannkuchen schmeckte hervorragend, und dazu gab es ein paar Kostproben aus dem Lädchen von Onkel Ron.

Ja, direkt neben unserem Eingang vom Heimathaus hatte Onkel Ron (der Neffe von Tante Emma) sein fahrbares Lädchen geschoben, mit dem er sonst auf den Wochenmärkten der Umgebung zu finden ist. Neben all den bekannten holländischen Köstlichkeiten bot er auch frisch gebratene Frikadellen, uns allen aus dem Urlaub gut bekannt. Ron hat mit dem "Holländerverein Charly 120" vor Jahren die ersten Sate-Spieße auf dem Weihnachtsmarkt in Borgholzhausen verkauft. Heute hat er aus seinem Hobby einen Beruf gemacht und versorgt uns auf den Wochenmärkten.

Einen Dank nochmal an alle Beteiligten, es war ein toller Abend!!!

 

 

Hier der Beitrag aus dem Haller Kreisblatt, geschrieben und fotografiert von Marion Bulla:

Heimatabend mit Biobauer Matthias Hoffmeier

Am Dienstag, den 8. April, bot der Heimatverein Oesterweg einen Heimatabend außerhalb der Reihe mit dem Biobauern Matthias Hoffmeier an.

Unterstützt von seiner Partnerin Pirjo Schack brachte er den Gästen in lockerer Weise den Begriff der Bio-Landwirtschaft näher.

Schon der Einstieg erstaunte die Gäste. So gibt es den Bio-Landwirtschaft-Verband bereits seit 100 Jahren. Im Jahre 1914 wurde der Verband gegründet und seitdem beschäftigt man sich mit dem biologischen Ackern und der Viehzucht.

Der Hof von Matthias Hoffmeier wurde 1972 auf Bio-Landbau umgestellt, seit September 2011 betreibt er seinen Bioladen in Oesterweg. Da, wo ganz früher Lloyd und NSU-Prinz Autos von Arnold Borgmann verkauft und repariert wurden, kann der Kunde heute aus einem Komplettsortiment von Bio-Artikeln auswählen.

Wie es denn dann vom Korn zum Brot kommt, schilderte Matthias Hoffmeier detailliert. Für 1kg Biobrot braucht man gut und gerne 3m² Anbaufläche; eine mitgebrachte Tapete veranschaulichte die Fläche. Das gedroschene Korn wird von Hoffmeier in Zusammenarbeit mit dem Iburgshof in Belm eingelagert und nach Bedarf in der Biomühle Eiling in Warstein gemahlen. Der Demeter Bäcker Bursian in Gütersloh fertigt daraus dann die Biobrote nach eigenen Rezepten. Davon hatte Matthias Hoffmeier einige mitgebracht, die mit leckeren Brotaufstrichen versehen zur Verköstigung gereicht wurden.

Dazu gab es noch Bio-Bier mit Emmer, einer wohl eher unbekannte Kornart des biologischen Ackerbaus. Ein Film über die weltweite Zusammenarbeit in der Biobranche rundete den Abend ab. Dabei wurden die Aktivitäten des Groß- und Einzelhändlers Rapunzel vorgestellt. Ein Dreh- und Angelpunkt für die vielfältigsten weltweiten Bioprodukte, die auch in dem Laden von Hoffmeier zu finden sind.

Rosinen und Trockenfrüchte aus der Türkei, Kokosnüsse aus Sri Lanka, Cashewnüsse aus Indien, Cranberries aus Kanada und so weiter und so fort. Weltweit gibt es Biobauern, die die wertvollen Lebensmittel herstellen und zuliefern.

Dabei weist Matthias Hoffmeier nochmals ausdrücklich auf die Wertigkeit und damit auch den etwas erhöhten Preis der Produkte hin. Immerhin können in den oft armen Ländern der Welt die Bauern noch von ihren Bio-Produkten leben, so sie denn in den Verbänden eingebunden sind. Sie erhalten Abnahmegarantien und erwirtschaften somit zwar keine Reichtümer, aber ein Auskommen für sich.

Alles in allem ein gelungener Abend im Heimathaus mit interessiertem Publikum. Aber es gibt noch so viel zu erzählen, von Salaten und Gemüse, von Sämereien und Anzucht, dass es wohl noch eine nächste Veranstaltung rund um das Thema Bio-Landwirtschaft geben wird.