Historisches Oesterweg

Postkarten aus 1910: Urlinde und die alte Schule

Wir bleiben mit den Bildern in der unmittelbaren Nähe des Heimathauses. Diesmal habe ich 2 alte Postkarten aus den Jahre 1910 gewählt.

Die eine zeigt die alte Schule und gleichzeitig das Lehrergebäude. Der Fotograf hat fast da gestanden, wo jetzt der Schaukasten des Heimatvereins aufgestellt ist. Die Postkarte wurde mit der Hand nachcoloriert. Die andere Karte zeigt die Urlinde, also das Nachbargebäude vom Heimathaus. Auf beiden Fotografien haben sich die Bewohner des Hauses fein rausgeputzt und ordentlich vor dem Haus aufgestellt.

Aber eine ganz andere Gemeinsamkeit haben die Ansichtskarten – auf beiden Karten ist ein Schlagbaum zu sehen! In beiden Fällen ist er geöffnet, aber trotzdem konnte an dieser Stelle die „Hauptstraße“ gesperrt werden und es musste wohl ein Wegzoll entrichtet werden. Betreiber dieser Schranke war wahrscheinlich dann auch der damalige Besitzer der Urlinde.

 

Historisches Oesterweg

Postkarte von 1911: Schule und Hauptstrasse

Dort, wo heute die Einfahrt zum Busparkplatz von Oesterweg ist, dort hat der Fotograf gestanden und die Hauptstrasse mit der alten (neuen) Schule abgelichtet. Davor war die Schule und das Lehrerhaus Ecke Oesterweger Str./Nachtigallenstr. Diese alte Schule, die auch gleichzeitig Lehrerhaus war, ist inzwischen abgerissen und ein Mehrfamilienhaus ist auf dem Grundstück geplant. Die abgebildetete "neue" Schule ist heute das Feuerwehrhaus.

Die Straße ist noch nicht asphaltiert, die Bäume sind kahl und dadurch schweift der Blick weit die Hauptstrasse hinunter. Links im Bild das Haus, in dem später Rühmling den Lebensmittelladen mit Bäckerei hatte. Weiter hinten erkennt man das Haus von Hagemann vor dem Umbau und auf der anderen Strassenseite ist Margenau mit der Scheune. Dort steht eine Person mitten auf dem Weg.